Die KGS besucht das Theater Lübeck

von Nicolai Maßmann

Am Freitagabend, den 26.10.18, besuchte der Musikkurs des 12. Jahrgangs mit weiteren Interessenten die Oper „Die Zauberflöte“ von Wolfgang Amadeus Mozart im Theater Lübeck. Der Musikkurs hat sich dabei vorher gründlich mit den inhaltlichen Schwerpunkten und den Gestaltungsprinzipien und Bedeutungszuweisungen einzelner Szenen, mithilfe der Analyse von musikalischen Parametern, auseinandergesetzt. Um sein Vorwissen zu teilen, trug der Musikkurs vor Beginn der Oper eine kleine Einführung in das Werk vor. Mit dem Vorwissen aus dem Unterricht und edel angezogen, folgten die Schüler ab Beginn um 19:30 Uhr der Oper aufmerksam. So traf die Inszenierung der Ouvertüre, die aus dem Einspielen des Orchesters heraus entstanden ist und nicht wie üblich mit der Begrüßung des Dirigenten beginnt, das Publikum unerwartet.

Ein imposantes Bühnenbild bot vor allem der Sonnenkreis, ein Symbol der Freimaurer, einer geschlossenen ethischen Männergruppe, die für Toleranz und Menschlichkeit steht, in dem die Gestaltungskunst des Lichts genutzt wurde. In der Zauberflöte waren zu unserer Überraschung alle Altersgruppen vertreten und somit lobten wir, dass man den Text mitlesen konnte. Somit hatte es jeder einfacher, diese beeindruckenden Arien, Dialoge und das Rezitativ der Königin der Nacht zu verstehen. Wie man sieht, war die Oper moderner gestaltet als das Original, welches wir im Unterricht ausführlich besprochen hatten.
Ein moderner Aspekt war Papageno, der nur in koreanischer Übersetzung des Originaltextes sprach, zwischendurch teilte er Schlagwörter wie „Liebe“, „Tod“ oder „sternflammende Königin“ mit. Daraufhin begann er zu singen. Eine witzige Idee, fanden viele von uns.
Unser Fazit von dieser außergewöhnlichen Oper ist auf jeden Fall positiv bestimmt. Sie wurde komplett anders interpretiert und gestaltet als das Original und trotz des verwirrenden Anfangs, aber dafür spannender Weiterführung, war es schön zu sehen, dass man die Zauberflöte auch anders deuten und darstellen kann. Diese zeitnahen Humorpassagen und andere Einfälle der Regie transportieren die Oper in die Moderne und zeigen, wie vielfältig und sehenswert die Oper doch ist.

 

Ein Bericht von Amy, Anna, Lisa, Sina und Mara (Schülerinnen des Musikkurses des 12. Jahrgangs)

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