Diesmal die Sinfoniker ...

Blue Lake Fine Arts Camp IYSO zu Besuch in Reinfeld

Zum 50-jährigen Jubiläum des Blue Lake Fine Arts Camps machte in diesem Jahr das internationale Jugendsinfonieorchester Station an der KGS Reinfeld.

Für uns war das eine große Ehre, zumal der Besuch quasi außer der Reihe stattfand und letztlich dem Lob der Northern Winds Musikerinnen und Musiker der Jahre 2013 und 2015 an unsere Gastfamilien geschuldet war. Ein großer Dank gilt also erneut den vielen Familien in und um Reinfeld, die sich in diesem Jahr der 80 amerikanischen Jugendlichen und ihrer Betreuerinnen und Betreuer angenommen und ihnen durch ihre Gastfreundschaft ein kleines Stück deutschen Alltag näher gebracht haben.

Begrüßt wurde das Orchester unter Leitung des Ahrensburger Dirigenten Michael Klaue am Dienstag, den 5. Juli durch den stellvertretenden Schulleiter, Herrn Waldowsky, und natürlich den aufgeregten Gastgeschwistern und –eltern, die es kaum erwarten konnten, ihren Gast kennen zu lernen. Auch eine Reporterin des NDR 1 war anwesend, um sich ein Bild von diesem Austausch und der Atmosphäre zu machen. Nach letzten organisatorischen Hinweisen ging es nach Hause, um sich näher kennen zu lernen und den Abend in der Gastfamilie zu verbringen.

Am Mittwoch und am Donnerstag standen morgens Proben auf dem Programm. Vom Können der amerikanischen MusikerInnen konnten sich die SchülerInnen und LehrerInnen der KGS und der EKS während des öffentlichen Teils der Generalprobe selbst ein Bild machen.

In einer gut gefüllten Sporthalle erläuterte Herr Klaue dem Publikum die Schwierigkeiten und Besonderheiten der gespielten Stücke. Als Gastmusikerin nahm auch Merle Pantwich vom Burckhardt Gymnasium in Lübeck, die ebenfalls eine amerikanische Musikerin beherbergte, an den Konzerten teil.

Vor und nach der Generalprobe sowie am Freitag konnten sich die amerikanischen Jugendlichen zudem ein Bild vom deutschen Unterricht machen. Ohne Scheu wurde über alles Mögliche gesprochen und diskutiert, und die SchülerInnen der KGS konnten feststellen, wie viel sie tatsächlich schon auf Englisch sagen können. Großes Lob gab es von der Seite eines amerikanischen Betreuers, der sich sehr positiv zu den Englischkenntnissen der Oberstufenschüler äußerte und sich ein wenig erstaunt zeigte, dass man mit ihnen sowohl über persönliche als auch politische und gesellschaftliche Themen problemlos diskutieren kann. Well done, guys!

Natürlich durfte auch das Erkunden von Reinfeld und Umgebung nicht zu kurz kommen. So hatten die deutschen SchülerInnen am Nachmittag unterrichtsfrei und konnten ihren amerikanischen Gästen die Stadt zeigen. Am Freitag bestand zudem die Möglichkeit, Ausflüge nach Lübeck oder Hamburg zu machen, wobei insbesondere die neue Elbphilharmonie scheinbar großen Zuspruch fand.

 

Highlight des Besuches waren aber vor allem auch die beiden klassischen Konzerte am Mittwoch- und Donnerstagabend. Vor gut gefülltem Haus an beiden Abenden – trotz Fußball-EM – gaben die jungen AmerikanerInnen ihr Können zum Besten und erfreuten das Publikum mit der Ouvertüre aus Mikhail Glinkas Russlan und Ludmilla, Gerschwins Rhapsody in Blue und der Neuen Welt-Symphonie von Antonin Dvořák. Insbesondere der junge Pianist Fengjin Cui begeisterte mit seinem Klavierspiel die Zuschauer.

Wie in den Jahren zuvor erhielt die KGS für die Organisation des Austausches einen Gutschein zur Teilnahme am Blue Lake Fine Arts Camp in den USA für eine Schülerin oder einen Schüler. Die Ausschreibung für die inzwischen drei Stipendien erfolgt im Schuljahr 2016/2017. Über zahlreiche Bewerbungen würden wir uns freuen. Haltet also im Herbst Ausschau!

Obgleich der diesjährige Besuch mit vier Tagen länger ausfiel als die beiden Male zuvor, erschien er vielen dennoch immer noch viel zu kurz, als es am Samstagmorgen in aller Frühe Abschied nehmen hieß. Etliche Gastfamilien wollten ihre Gäste gar nicht gehen lassen und trennten sich schweren Herzens in der Hoffnung auf ein baldiges Wiedersehen, vielleicht sogar in den USA. Dank Facebook, What’s App etc. ist zumindest die Kommunikation etwas leichter geworden. Wie einige KGS-SchülerInnen in den Nachbesprechungen bemerkten: „Es war schön, dass sie da waren und mit ihnen auf Englisch zu quatschen.  Sie dürfen gern wiederkommen!“ In diesem Sinne planen wir einen Besuch der Northern Winds im Sommer 2017 und würden uns freuen, wenn sich erneut zahlreiche Gastfamilien finden würden.

Sabine Sievern, im Juli 2016

Das BLFAC bei der Generalprobe

Welcome back!

BLUE LAKE FINE ARTS CAMP MUSIKER BESUCHEN REINFELD

Am 08. Juli 2015 war es erneut soweit. Zum zweiten Mal bekamen wir Besuch aus den USA. Die 61 Musikerinnen und Musiker des Blue Lake Fine Arts Camp in Michigan hatten eine weite Reise quer durch Nordeuropa hinter sich, ehe sie am Abend endlich von den Gastfamilien begrüßt werden konnten. In und um Reinfeld verbrachten die jungen Amerikaner die nächsten 48 Stunden – für viele eine viel zu kurze Zeit.

Am Donnerstag hieß es zunächst die Schulbank drücken. Gemeinsam mit ihren Gastschülern besuchten die Musiker den Unterricht an der KGS, in dem die deutschen Schüler ihre Englischkenntnisse ausprobieren und Gemeinsamkeiten und Unterschiede der beiden Kulturen diskutieren konnten. Großes Interesse bestand vor allem an den Hobbies der Amerikaner und dem Alltag in den USA, aber auch Fragen nach kontroversen Themen wie den Waffengesetzen und der Rassendiskriminierung wurden gestellt.

In der 4. Stunde gab es für unsere Schüler eine Kostprobe des musikalischen Könnens unserer Gäste. Torben Kiesow aus dem 12. Jahrgang durfte sogar – wie auch am Abend – ein Stück dirigieren. Am Donnerstagabend fand das Konzert an der KGS statt. Neben den Gastfamilien und den Schülern und Lehrern der KGS waren auch etliche Reinfelder der Einladung gefolgt, sich bekannte und weniger bekannte Songs der "Northern Winds" anzuhören, sodass die Sporthalle – sehr zu unserer Freude – gut gefüllt war.
Der stellvertretende Schulleiter Herr Waldowsky begrüßte die Anwesenden, und Philine Dusch und Lisa-Marie Zblewski aus dem 12. Jahrgang dolmetschten im Verlauf des Abends die Erläuterungen der beiden Dirigenten Cindy Swan-Eagan und Mike Eagan.

Die Nachmittage standen zur freien Verfügung und wurden genutzt, um sich ein bisschen in Reinfeld und Umgebung umzusehen, etwas mit den Gastfamilien zu unternehmen, letzte Souvenirs zu kaufen, Eis zu essen oder einfach nur ein bisschen auszuruhen. Viel früher als geplant hieß es dann Abschied nehmen. Es gab noch ein letztes Ständchen, ein letztes Farewell, ehe der Bus in Richtung Paris abfuhr.

Für alle war es eine schöne und intensive Zeit. Jetzt hoffen wir auf ein baldiges Wiedersehen, einen längeren Aufenthalt beim nächsten Mal und einen regen Austausch mit den neuen Freunden via Facebook, What’s App, etc.